Tiergestützte Pädagogik

Tiergestützte Pädagogik

Tiere im Alltag können für Menschen auf vielen Ebenen bereichernd sein. Sie bieten eine wertfreie,  unvoreingenommene und bedingungslose Beziehung. Sie sind ein wichtiger Beitrag zur Entfaltung der Gesamtpersönlichkeit. Tiere wirken oft motivierend, können als Vermittler zwischen der Welt der Kinder und der Erwachsenenwelt dienen. Sie fördern Vertrauen und das Verantwortungsgefühl.Unter tiergestützter Pädagogik versteht man das zielgerichtete, geplante und strukturierte Arbeiten mit Kindern, unter interaktiver Beteiligung eines entsprechend ausgebildeten Tieres. In unserem Fall durch zwei Beagle, Porthos und Ede. Porthos ist ein ausgebildeter Therapiebegleithund.Die Amtstierärztin hat bei ihrem Besuch in unserer Einrichtung beide Hunde als dafür geeignet eingestuft.

Die Hundeführer fungieren als Mediator bei der Begegnung zwischen Kind und Hund. Hunde reagieren auf die „Sprache“ der Kinder unmittelbarWie reagiert der Hund und das Kind, wann braucht es Pausen, wann Spiel, wann Ruhe, wann Kuscheln.  Die Hundeführer verfügen über ein Repertoire an unterschiedlichen Methoden, die ihren Einsatz an zwei Vormittagen in der Woche finden. Der Besuch der Hunde erfolgt abwechselnd und ist abhängig von der aktuellen Personalsituation.Das gemeinsame Spiel und die Versorgung ermöglicht den Kindern die Sensibilisierung von Schlüsselkompetenzen wie  Verantwortungsbewusstsein, Sinneswahrnehmung, emotionale und soziale Kompetenzen sowie die Konzentrationsfähigkeit. Der wertschätzende Umgang mit allen Lebewesen trägt zur Achtsamkeit, Ehrfurcht zu Respekt und Mitgefühl bei. Um die Hundesprache erlernen zu können benötigt es ein Bewusstsein für die Mimik, Gestik, Laute  und Körpersprache des Hundes. Diese sind nur durch gutes Beobachten zu erlernen und fördern die verbale und non-verbale Kommunikation, welche auf die Menschenwelt übertragbar ist.

Folgende Rahmenbedingungen sind notwendig und werden von uns eingehalten:

  • Rechtliche Absicherung (Veterinäramt, Berufshaftpflicht, Wesenstest/Therapiehundausbildung, Sachkundenachweis der Hundeführer)
  • Einsatzplan für den Hund (Pausen, Fresszeiten…)
  • Verantwortung für den Hund ist schriftlich geregelt
  • Hygieneplan (§36 Infektionsschutzgesetz)
  • Einverständnis der Eltern, sowie die Abklärung von Allergien , Bedenken und Ängsten sowie Vorerfahrungen
  • Die Tierärztliche Versorgung findet in regelmäßigen Abständen statt und wird dokumentiert

Die Tiergestützte Pädagogik wird umgesetzt in der Gruppe der Reichenberger 82.